2 Tage in Yangon und weiter nach Kho Phayam in Thailand

13 03 2017

Mein Nachtbus in die Hauptstadt Myanmars kam natürlich wieder zu früh an und ich stand um 5 Uhr morgens im Dunkeln am Busterminal nördlich der Stadt. Zum Glück hatte ich mit meinem australischen Gastgeber von Airbnb ausgemacht, dass er mir auch zu sehr früher Stunde schon die Tür öffnen würde. Also fuhr ich mit dem Taxi dorthin. Mit Hilfe von Google Maps konnte ich dem Fahrer zeigen, wo sich das Gebäude befindet – kaum ein Taxifahrer spricht hier Englisch oder versteht unsere Adressangaben. Um kurz nach sechs lag ich im 9. Stock des Luxusblocks (Prashants Firma zahlt 3000 US$ Miete pro Monat für seine Bleibe) in meinem runtergekühlten Raum mit angeschlossenem Bad und konnte selig noch zwei Stündchen schlafen.

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Dann ging es aber Schlag auf Schlag: Um neun kam die Haushälterin Marina (indischer Abstammung) und nahm mich einfach mit zum Einkaufen auf dem indischen Markt in der Altstadt Yangons. Da wurde ich direkt mit dem richtigen Leben hier konfrontiert: Die Hühner werden vor Ort geschlachtet, das Obst- und Gemüseangebot ist reichlich und unglaublich billig (1kg Tomaten kostet 30cent), die Kühlkette beim Fischhändler ist einfach nicht vorhanden und insgesamt herrscht ein chaotisches Durcheinander, allerdings ohne Hektik. Später im düsteren Gebäude des Gewürzmarktes war die Atmosphäre sogar noch außergewöhnlicher, man hatte tatsächlich das Gefühl, irgendwo in Indien zu weilen…..

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Was gibt es zu Ranong zu sagen? 5 Millionen Einwohner, multikulturell und –religiös, viel Armut aber auch extrem reiche Bevölkerungsschichten (es gibt z.B. einen riesigen Golfplatz mitten in der Stadt), viel Grün aber auch viel Gestank und Schmutz. Mopeds sind zwar verboten, dafür verstopfen unzählige Taxis und Busse die teilweise boulevardähnlichen Straßen. Viele Gebäude sind aus der Kolonialzeit übrig geblieben und sind jetzt ihrem langsamen Verfall überlassen. Beim Spaziergang sammelte ich einige Eindrücke, bevor ich im legendären Strand Hotel in gediegenem Kolonialambiente einen 5$-Cappuccino trank und mich im klimatisierten Raum etwas runterkühlte…..

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In welcher Stadt kann man wohl sonst noch im Umkreis von 1km Hindutempel, christliche Kirchen, Moscheen, sowie chinesische und burmesische Pagoden besichtigen?

Nach einer Mittagspause nahm mich Marina auf ihrem Nachhauseweg mit und im öffentlichen Bus ging es für mich zur Schwedagon Pagode, dem größten und goldensten buddhistischen Tempel der Welt. Sie ist die Hauptattraktion für Touristen in dieser Stadt und gleichzeitig auch religiöses und spirituelles Zentrum der einheimischen Gläubigen. Geblendet von der goldenen Stupa und den unzähligen vergoldeten Figuren und Symbolen geht man einen der vier Aufgänge hinauf (von Löwen oder Drachen bewacht), um danach ziemlich staunend über die einzigartige Plattform zu wandeln, auf der sich alles abspielt: Foto- und Videosessions, Gebete und Wünsche, Meditation, Nahrungsaufnahme und Erklärungen der Führer in allen Sprachen. Natürlich müssen Ausländer ca. 6€ Eintritt zahlen und angemessen gekleidet sein, was für mich bedeutete, dass ich mir einen Longyi, den traditionellen Rock der Männer hier, anziehen musste. Ich kam kurz vor Sonnenuntergang dort an und konnte so die Zeit des frühen Abends, an der viele Gläubige sich dort versammeln, in seiner mystischen Stimmung genießen. In zahllosen kleinen Gebäuden sind verschiedene Buddha-Gruppen ausgestellt und beim Rundgang verliert man leicht die Orientierung. Angeblich sollen in der Pagode insgesamt mehr als 65 Tonnen Gold stecken und allein die Spitze der Stupa ist mit über 4000 Edelsteinen aller Art verziert, was man allerdings von unten nicht erkennen kann.

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Ist man hier dem Nirvana so nah? Auf jeden Fall herrscht eine sehr friedvolle Stimmung und der Besuch dort war sicher einer der Höhepunkte der gesamten Reise.

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Nach meiner Rückkehr verspeiste ich mit meinem Gastgeber das vorzügliche Langusten-Curry, das Marina aus den Einkäufen des Morgens für uns zubereitet hatte. Ich erfuhr interessante Dinge über das Leben eines Expats in dieser Stadt und lernte einiges über die Arbeit in einer NGO (unabhängige Hilfsorganisation). Er arbeitet für “Marie Stopes” einer Institution zur Aufklärung über Geburtenkontrolle.

Dann hatte ich noch einen letzten Tag in Myanmar, den ich nutzte um noch weitere Tempel und Buddhas zu besichtigen, darunter einen 70m langen liegenden Buddha, vor dem man sich dann sehr klein fühlt. Dieser ist auch wieder umgeben von zahlreichen Schreinen, der gemalten Geschichte Buddhas und einer langen Reihe von Buddhafiguren, die die verschiedenen Handhaltungen (Mudras) erklären.

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Ich beschloss, dass ich nun genug an religiösen Gebäude und Ausstellungen gesehen hatte und machte mich auf den Weg, eine schöne Stelle in der Stadt zu suchen, an der man sich etwas entspannen kann – gar nicht so einfach. Zunächst lief ich durch verstopfte Straßen entlang der maroden Kanalisation und gelangte schließlich zum zentralen See der Stadt, dem Kandawgyi-See. Hier ist so etwas wie ein Naherholungsgebiet entstanden, am Ufer gibt es zahlreiche Restaurants und Cafes und ab und zu mal ein Bänkchen oder eine Plattform zum Ausruhen. Ich wurde quasi in ein chinesisches Restaurant gezogen, von dem sich herausstellte, dass es an diesem Tag Eröffnung feierte und die ersten Gäste mit einem Gratis-Buffet locken wollte. So saß ich zwischen Myanmar-Chinesen und konnte immerhin 3 der 20 Gerichte identifizieren und mit Reis zu einem leckeren Mahl zusammenstellen. Der See ist schön gelegen, Richtung Osten sieht man die goldene Kuppel der Schwedagon und am anderen Ende liegt ein schwimmender Palast, der an vergangene prächtige Zeiten erinnert. Dazwischen immer wieder flanierende, junge Mönche, die es lieben, Fotos zu machen und fotografiert zu werden. Das Wasser des Sees sah ziemlich grün und modrig aus – also ein erfrischendes Bad darin war leider keine Option, obwohl man sich bei 34 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit sehr danach sehnt……..

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…. und das Schicksal sollte mir mal wieder eine sehr angenehme Überraschung verschaffen: Rund um den See verläuft ein hölzerner Steg – marode, wie so vieles hier – und dieser führte mich am Kandawgyi-Palace-Hotel vorbei, wo (so meine Gedanken) dekadente, reiche Leute am Pool liegen, um sich von den Kellnern Drinks an die Liege bringen zu lassen. Plötzlich entdeckte ich hinter zwei Bäumen ein bekanntes Gesicht: Helmut, einer der drei, die ich in Bagan als “Peergroup” bezeichnet hatte, schaute von seinem Liegestuhl ganz entspannt über See und Stadt. Ein kurzes Rufen später und nach einem 15- minütigen Fußweg lag auch ich entspannt am Pool, ein kühles Bierchen in der Hand, und tauschte mit den wiedergefundenen Reisefreunden die Erlebnisse der letzten Woche aus – einfach traumhaft und ein sensationeller Zufall in einer 5 Millionen-Stadt.

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Gut gelaunt fuhr ich nach Sonnenuntergang in die Wohnung zurück, genoss noch ein von Marina zubereitetes Tandoori-Chicken mit Roti und Daal, trank mein letztes Myanmar-Bier und packte meinen Rucksack für die Weiterreise. Am nächsten Morgen fuhr mich Prashants Fahrer, gegen kleines Entgelt, zum internationalen Flughafen (80 Minuten für 20km), von wo pünktlich um 12 Uhr mein Flieger (Nok-Air, schon mal gehört?) nach Bangkok abhob, wo ich dann auch eine Stunde später landete.

Noch am Flughafen aß ich in Ruhe zu Mittag (Thai-Küche ist halt doch die beste in Südostasien), um mich gegen Abend mit Bus, Sky-Train, Motorradtaxi und normalem Taxi vom Flughafen Don Mueang zur Busstation für die Busse nach Süden durchzukämpfen. Dort gönnte ich mir noch eine Fußmassage und stieg um 9 in den Nachtbus nach Ranong.

In dieser Stadt direkt an der südlichen Grenze von Myanmar kam ich um halb sieben an, nahm ein Taxi zum Pier und anschließend das Speedboat um halb acht. Um halb neun saß ich entspannt auf meinem Moped auf Kho Phayam, fuhr zu meinem vorher reservierten “Hornbill Resort”, checkte in meinen Bungalow im Grünen ein und genoss einen wunderbaren Tag am Strand.

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So werde ich auch die letzte Zeit hier verbringen: sich alles mal setzen lassen, in Ruhe ein Buch lesen, Yoga am Strand machen, viel Schwimmen und abends in einer der “Hippie-Bars” mit Live-Musik abhängen. Diese haben so ein leichtes Flair von “Abenteuerspielplatz Riederwald” und sind sehr angenehme Locations, um entspannt am Meer was zu trinken.

Ganz ohne Buddhas will ich mich allerdings nicht aus dem Blog verabschieden. Auf meiner ersten Rundfahrt kam ich zur Inselpagode und dachte mir so, auch hier am Meer und im Regenwald haben die Figuren, Schreine und Pagoden einen Ggroßen Reiz.

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Und um die Sache mit dem Verlauf der gesamten Reise in Verbindung zu bringen, eine kleine Anekdote zum Schluss:

Als ich mit Aloka, dem burmesischen Novizen, in einem Tempel war, fragte ich ihn an einem Souvenirstand, welches seine Lieblingsfigur sei. Er zeigte auf einen stehenden Buddha mit Wanderstock und Schirm und sagte dies sei Shindawali (oder so ähnlich), ihn verehre er am meisten. Ich kaufte die vergoldete Figur, um sie mit nach Hause zu nehmen. Es gelang uns trotz mehrerer Versuche nicht, genaueres über den Hintergrund dieser Figur bei Google herauszufinden. Als ich am Flughafen ankam bestätigte mir ein mitreisender Mönch den Namen, nannte ihn aber Shintawooly mit dem Hinweis es sei kein Buddha, sondern es handele sich um einen Mönch. Über die Suchbegriffe Mönch und Wanderstock stieß ich auf folgende Statue:

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Und siehe da: unter dem Namen Shin Thiwali (oder in Thailand Shinali) konnte ich ihn bei Wikipedia finden. Es stellte sich heraus, dass dieser Mönch sehr viel im Namen Buddhas unterwegs war und seither als eine Art Schutzpatron der Reisenden auf ihren Wegen gilt. Das fand ich nun sehr passend und ich bin froh, dass ich so eine Figur für mich erstanden habe – kann ja wirklich nichts schaden! Und zu meiner Überraschung begrüßte mich am Pier von Kho Phayam eine überlebensgroße goldenen Figur von Shin Thiwali direkt am Strand. Es gibt keine Zufälle!

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Bis demnächst zu Hause!

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Wanderung zum Inle See

8 03 2017

Der Bus von Bagan schaukelte gemächlich durch die Nacht, kam dann allerdings überraschenderweise – entgegen den Informationen die ich erhalten hatte – schon um 3 Uhr morgens in Kalaw, einem Bergstädtchen auf 1300m an. Mein Hotel hatte ich erst für den nächsten Tag gebucht, allerdings mit dem Besitzer ein frühes Einchecken ausgehandelt. Also ging ich im Dunkeln dorthin, gemeinsam mit Robin, einem 21jährigen Studenten aus Rosenheim, der völlig ohne Plan auf der Straße herumstand. Da ich ein Doppelzimmer hatte, bot es sich an, dass wir uns das Zimmer teilen. Wir legten uns direkt hin und konnten so nochmal 3-4 Stunden schlafen, bevor wir im Hotel unser Frühstück serviert bekamen.

Anschließend buchten wir gemeinsam die Treckingtour (3 Tage/2Nächte) zum Inle See für den folgenden Tag, Gepäcktransport  und Bootstour über den See inklusive. Den Tag nutzten wir zu einer Fahrradtour, die uns zunächst zu sehr interessanten Höhlentempeln führte. Hunderte von Buddhafiguren sind in den Nischen einer begehbaren Höhle dekorativ aufgestellt und erzeugen eine einzigartige Atmosphäre. Hinter jeder Ecke eröffnen sich einem neue interessante Blicke und die Vielzahl der verschiedenen Darstellung Buddhas ist beeindruckend. Alleine hier hätte man hundert Fotos machen können…..

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Weiter ging es durch die grüne Landschaft zu Aussichtspunkten und einem Kloster, in dem man gegen eine kleine Spende Teeblättersalat, geröstete Erdnüsse und grünen Tee serviert bekam. Vor einem aus Bambusholz hergestellten Buddha, (der massiv golden aussieht, aber von 4 Mönchen locker hochgehoben werden kann, wie ein Foto im Tempel bewies), setzte man sich zum Essen und Trinken nieder.

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Nachdem ich mittags schon italienisch gegessen hatte (Penne mit Tomatensalat und Mozzarella) gingen Robin und ich abends zu einem mexikanischen Restaurant namens “Picasso”, direkt neben der “Zahnklinik”! Dort gab es dann außer Quesadillas und Avocadosalat noch Live-Musik am Lagerfeuer mit dem Bruder des Besitzers. Oldies jeder Art, teilweise mit birmesischen Texten und jeder hat mitgesungen. Ein toller Abend!

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Trecking zum See

Am nächsten Morgen ging es dann los. In einer Fünfergruppe wanderten wir mit unserem Führer Momo durch die Berglandschaft, vorbei an den Dörfern verschiedener Stämme im Shan-Staat Richtung See. Außer mir und Robin waren noch Martin und Sol aus Argentinien sowie Mart aus Holland mit von der Partie. Die Landschaft war zunächst bestimmt von Pinien und Reisterrassen, die jahreszeitgemäß trocken und bräunlich anzuschauen waren. Dazwischen immer wieder Menschen in traditionellen Trachten, die verschiedenen Tätigkeiten nachgingen: Ingwer und Curcuma ernten, Felder bewässern, Kuhdung einsammeln, Pflügen,  Holz hacken (mit einer Machete) und vieles mehr. Außerdem jede Menge Wasserbüffel und Kühe, die hier noch vor den Pflug oder Karren gespannt werden.

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Pause machten wir an Stauseen, kleinen Hütten, wo unser Guide auf dem Holzfeuer für uns kochte, oder einem skurrilen Bahnhof mit Gemüsemarkt und Teestuben. Dort kauften wir dann auch jeder ein Betelnusspäckchen, um die hiesige “Droge”, die so herrlich rote Zähne macht und den Hunger bekämpfen soll, einmal auszuprobieren.

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Man nehme ein Betelblatt, streiche es mit Kalk ein, gebe Stücke der Frucht der Arekapalme (= Betelnüsse) dazu, füge einige Tropfen Tabaksud sowie Gewürze bei und rolle das ganze zu Päckchen, die man sich dann in den Mund schiebt und drauf rumkaut, bis man den roten Saft peu a peu ausspucken kann. Keiner von uns hat allerdings größere Auswirkungen gespürt. Vielleicht haben wir alles viel zu früh wieder ausgespuckt…..

Unsere Unterkunft war dann das Schlafhaus einer Familie mit innenliegendem Schrein. Wir wurden gebeten, die Schuhe auszuziehen und nicht die Füße Richtung der Buddhafiguren zu strecken. So lagen wir dann auf Decken, ohne Matratzen, in Reih und Glied auf einer Holzplattform. Das “Bad” war ein Betonbecken mit Bambus-Sichtschutz und draußen gab es zwei Plumpsklos. Leute ritten auf Büffeln vorbei und leider gelang es uns nicht, in näheren Kontakt mit den Bewohnern zu kommen. Anscheinend ist es ein Deal: täglich werden Leute  dorthin geführt, man verkauft den Touristen Getränke und bekommt etwas Geld für die Übernachtung und geht ansonsten seinem normalen Leben nach. Morgens wurde ich allerdings von der Tochter mit Tanaka (dem natürlichen Sonnenschutz, den fast alle Einheimischen auftragen) behandelt – beautiful!

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Die Wanderung am zweiten Tag führte mehr in die Ebene und war teilweise staubig und trocken. Die nächste Unterkunft war ähnlich, allerdings waren die Besitzer diesmal sehr freundlich und fröhlich und wir bekamen einen guten Eindruck vom hiesigen Dorfleben. Gekocht wird immer im Haus auf Holzfeuern ohne Abzug. Die Leute sammeln das Regenwasser und damit wird gekocht, abgewaschen und gebadet. Die Kinder werden liebevoll versorgt und können trotzdem in Freiheit spielen. Dazu gibt es viele Anlässe: Die Kuh füttern und rumführen oder auf den Ochsenkarren klettern, um die Häuser ziehen oder mit dem Handy der großen Schwester rumspielen. Tradition trifft Moderne!

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Hier noch ein paar Bilder von unterwegs:

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Und Gruppenfotos:

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Am dritten Tag kamen wir dann nach einer staubigen Passage durch ein ausgetrocknetes Flussbett zum Mittagessen am Südwestufer des Sees an. Von dort wurden wir nachmittags mit einem Longtailboot in den Norden zu unserem Hotel gebracht und konnten dabei schon mal die eigene Atmosphäre der Landschaft genießen. Zunächst ging es durch schwimmende Gärten und sumpfige Landschaft bis wir am offenen Wasser ankamen. Dort schwimmen auch viele Wasserpflanzen herum, es gibt eine große Vielfalt an Wasservögeln und dazwischen sieht man immer wieder die Fischer mit ihrer einbeinigen Rudertechnik und ihren kegelförmigen Netzen das Wasser durchpflügen. Das Fotomotiv Nummer eins hier am See. Insgesamt ist der See aber an den Rändern ganz braun und ab und zu mit Müll bestückt. Im offenen Wasser treiben viele Pflanzen herum – also nicht gerade das Naturparadies, das zum Baden einlädt. Leider, leider…

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Manche posieren inzwischen und kassieren wohl Geld von Touristen für die Fotos, naja….

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Abends fand ich dann zum Glück eine kleine Oase in dem ansonsten schäbigen und hektischen Städtchen Nyaung Shwe und genoss mein Abendessen auf einer nett dekorierten Dachterrasse. Der Ort, die Auffangstation für die meisten Touristen hier, liegt nicht einmal direkt am See, sondern ist durch einen Kanal mit ihm verbunden. Über diesen knattern täglich hunderte von Schiffen, die die Touristen zu den rundumliegenden Attraktionen mit Souvenirshops bringen. Dann sitzen jeweils 4 Personen in Stühlchen mit Polstern und zahlen ordentliche Summen. Die gleichen Boote transportieren auch bis zu 20 Einheimische, die dann auf dem Boden kauern und zu ihren Dörfern auf dem See gebracht werden. Meistens sind die Frauen in ihrer jeweiligen Dorftracht gekleidet.

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Am nächsten Tag machte ich zunächst eine Fahrradtour am See entlang, bei dem ich auch mal wieder einen Schluck Wein trinken konnte. Man soll’s nicht glauben, aber es gibt insgesamt 3 Weingüter am See und die Qualität ist gar nicht mal so schlecht. Natürlich nichts im Vergleich mit einem guten Pfälzer Wein! Ich war bei der Red Mountain Winery, von wo man einen herrlichen Blick hatte, umrundet von exotischen Pflanzen (und Weinstöcken natürlich).

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Anschließend fuhr ich zum Mittagessen (Shan Noodle Soup) in das Dorf Mine Thauk mitten in den schwimmenden Gärten, wo auch Frauen fotogen einbeinig paddeln können. Erreichen kann man es über eine Holzbrücke und von dort geht es nur noch per Boot weiter.

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Abends dann buchte ich mit Robin und einem jungen Chinesen die “Sunset Tour” zum Kloster Nga Hpe Chaung, wo gerade junge Mönche ordiniert wurden und die begleitenden Gesänge verbreiteten eine besondere Stimmung.

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Auf der Rückfahrt im Sonnenuntergang gab es dann die “Postkartenmotive”, die den Inle-See zu einer solchen Touristenattraktion machen.

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Den nächsten Tag nutzte ich zum Ausruhen und Blog schreiben auf der schönen Dachterrasse, denn abends um 6 ging es mit dem Nachtbus weiter nach Yangon, der Hauptstadt Myanmars. Aber davon später mehr.

Vorher musste ich mich noch von Robin verabschieden, mit dem ich eine schöne Reisewoche verbracht hatte und der mit leichten Durchfallattacken auf den späteren Bus Richtung Mandalay warten musste.

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See you next time!



Auf dem Irawadi zu den Tempeln von Bagan

3 03 2017

Mit dem Motorradtaxi ging es in der Morgendämmerung, vorbei am Wassergraben des Königspalastes, an die “Jetty” von Mandalay, ein unbefestigter Bambussteg im Flussschlamm, dekoriert mit Plastikmüll. Dort wartete unser “Luxusliner”, das sogenannte “Fast Boat”, das eine Gruppe von ca. 40 meist westlichen Touristen in 9 Stunden nach Bagan bringen sollte. Bei einem Preis von 40€ pro Person (inklusive Verpflegung) ein Riesengeschäft für den Bootsbesitzer, da man davon ausgehen muss, dass die Crew noch nicht mal 100€ im Monat verdient…..

Das Slow Boat für die Einheimischen ist über 15 Stunden unterwegs, hält an jedem Örtchen, kostet aber sicherlich weniger als ein Zehntel.

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Die Fahrt war zunächst sehr schön, bei Sonnenaufgang nochmals an den Tempeln von Sagain vorbei, die im Morgennebel herrlich schimmerten.

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Später wurde die Landschaft eintönig, am Ufer eher Sandbänke, ab und zu etwas Grün und kleine Bauernsiedlungen. Fischerboote, Bambushütten und leider wieder schwimmendes Plastik bestimmten die Ausblicke. Die vorbeiziehenden Boote stießen oft schwarze Rauchwolken aus, dass einem Angst und Bange werden konnte….

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Die Stimmung an Bord war eher wie im Flugzeug, die Leute waren auf sich konzentriert und wenig gesprächsfreudig. Ausnahme war ein Trio weltreisende “Althippies” aus Australien, USA und Berlin, mit denen ich gute Gespräche bei einem Bierchen hatte, ein Taxi in die Stadt teilte und in deren Gesellschaft ich die nächsten beiden Abendessen in Bagan verbrachte – sehr lustig!

Bei der Ankunft an ähnlicher “Jetty” am Ort Nyaung U wurden wir erstmals mit den Auswirkungen vom hier herrschenden Massentourismus konfrontiert. Träger und Taxifahrer stürzten auf uns ein und wollten uns für absurd hohe Preise nach New Bagan bringen. Nach einigen Verhandlungen fanden wir dann ein Taxi für 10€ für 10km – für hiesige Verhältnisse absolut übertrieben….Schön war, dass wir durch eine buddhistische Prozession in den Stau gerieten und die farbenfrohe, exotische Pracht einen Moment bewundern konnten :

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In Bagan schaffte ich es am Abend noch, einen Elektroroller zu mieten und kurz vor dem Dunkelwerden zum Fluss zu kommen – für die Tempel war es schon zu spät.

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Dafür stand ich dann am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang auf, und machte mich an die Erkundung der Tempelfelder. Hier einige Eindrücke:

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Das Spektakel mit den Heißluft-Ballonen gab mir mal wieder zu denken: Ca. 20 davon starten jeden Tag immer zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Jeweils 12 Personen an Bord sind bereit, 350$ für eine Stunde Flug zu bezahlen. Für dieses Geld könnte eine burmesische Bauernfamilie Lebensmittel und mehr für ein komplettes Jahr bezahlen. Fast nirgendwo treten die ökonomischen Unterschiede so deutlich zu Tage wie  an den touristischen Orten in Myanmar. Und viele kommen extra wegen dem Ballonflug nach Bagan….

In den nächsten Tagen machte ich noch mehrere Exkursionen zu verschiedenen Tempelgruppen, die verstreut über ein Gebiet von etwa 10 Quadratkilometern in der Landschaft stehen. Bei trockene Hitze bis 35 Grad düst man lautlos auf dem Elektrofahrzeug durch die extrem staubige Landschaft. Etwas enttäuschend war, dass die meisten Stupas und Türme eingerüstet waren und man so wenig von ihrer Pracht und Schönheit sehen konnte. Im August 2016 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,8 die Gegend und hinterließ Risse und einsturzgefährdete Gebäude, die jetzt nach und nach gesichert und renoviert werden sollen.

Höhepunkt war der Sonnenuntergang am 2. Tag, als mich ein junger Künstler und Schlüsselwächter mit auf das Dach eines Tempels nahm, von wo aus man einen atemberaubenden Überblick über die verschiedenen Tempel im schwindenden Tageslicht hatte. Sensationell!

Später erfuhr ich noch, dass es ab dem 1.1.18 verboten sein soll, jegliche Tempel zu besteigen und zum Zweck der Fotosessions extra Türme und Plattformen errichtet werden sollen. Das wird das Vergnügen der Besichtigung deutlich einschränken.

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Aber nicht nur die Pagoden und Stupas als Gebäude, sondern auch ihre Innengestaltung und die Menschen, die sie bevölkern und umgeben (außer den Touristen natürlich Smile) tragen zu der magischen Atmosphäre dieses Ortes bei:

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Nach dem Sonnenuntergang und einem letzten Abendessen mit meiner “Peergroup”, nahm ich dann den Nachtbus nach Kalaw. Dort gibt es einen Treck zum Inle-See, aber davon berichte ich das nächste Mal.

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Im Bus saß vorne ein Mönch und auf dem Bildschirm liefen statt Kung-Fu-Filme beruhigende Bilder von Stupas unterlegt mit buddhistischen Gesängen. Da konnte ja bei der Fahrt nichts schief gehen……

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In der Tempelwelt von Mandalay

27 02 2017

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Mein Flug von Bangkok nach Mandalay dauerte zwar nur etwas mehr als eine Stunde, brachte mich dann aber in eine wirklich andere Welt. Der Vorgang mit Geld abheben, SIM-Karte besorgen und Taxi organisieren am Flughafen war noch genauso leicht, wie in den anderen Ländern auf unserer Reise. Auffällig war schon am Flughafen wie freundlich und aufmerksam die Leute den Touristen begegnen – das war richtig wohltuend nach der überwiegenden Gleichgültigkeit, die wir in Thailand erfahren hatten. Nach einer halbstündigen Fahrt durch staubige Straßen kam ich in meinem Hotel an und bekam ein Zimmer ohne Fenster zugewiesen. Mit einigem Murren und Überreden waren die freundlichen Frauen des Mandalay View Inn bereit, mir ein Upgrade auf ein Doppelzimmer zu geben, allerdings funktionierte die Klimaanlage nicht so richtig. (Dann war die aus dem Nebenraum zu laut, so dass ich wieder umziehen musste.) Hatte alles seine Tücken, das Meiste wurde aber durch die Freundlichkeit der Angestellten mehr als gut gemacht.

Das Personal half mir noch, ein Moped zu mieten und versorgte mich mit einem Stadtplan, so dass ich eine Stunde später schon vor dem ersten Tempel meine Schuhe auszog und in die Welt der Buddha Verehrung eintauchen konnte. Unmöglich ist es, sich die Namen der Tempel zu merken. Sie bestehen aus für uns unverständlichen Buchstabenkombinationen und sind auch nicht immer in lateinischen Lettern notiert. Mit Hilfe des Stadtplanes und Google-Maps konnte ich mich einigermaßen zurechtfinden und kam nach etlichen Umfahrungen immer am Ziel an. Hilfreich dabei war, dass  Mandalay aus einem Gitter durchnummerierter Straßen besteht, das sich brav in Nord-Süd und Ost-West Richtungen ausbreitet. So konnte man zumindest immer die gewünschten Orte finden (mein Hotel lag beispielsweise in der 66. Straße (Nord-Süd) zwischen 26. und 27.) Einige Eindrücke von den ersten Tempeln in der Nähe meines Hotels, die immer bevölkert und lebendig sind und dadurch nie steril wirken:

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Überall sind Souvenirverkäufer und Mönche vor Ort. Viele Einheimische kaufen Opfergaben, spenden Geld und beten oder meditieren vor den Buddhastatuen.

Zwischendurch wollte ich, wie es im Reiseführer so romantisch beschrieben war, ein Bier mit Blick auf den vielbeschriebenen Irawadi (hier Ayeyarwaddy) trinken. Der Fluss wird allgemein als die Lebensader des Landes beschrieben. Womit ich allerdings in erster Linie konfrontiert wurde, waren unbeschreiblich arme Behausungen, viel Staub und Müll und Menschen und Tiere (v.a. Hunde), die mittendrin leben.

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Das kalte Myanmar-Bier hat trotzdem gut getan und so konnte ich frisch gestärkt zur nächsten Aktion aufbrechen.

Zum Sonnenuntergang fuhr ich dann auf den mit Pagoden besetzten Mandalay Hill, um mit hunderten anderer Touristen die schöne Abendstimmung zu genießen. In einer Nische sitzend sprach mich ein junger Mönch an, der durch Konversation mit Ausländern sein Englisch verbessern wollte. Er lebt in einem Kloster, das durch ein Bildungsprojekt mit westlicher Finanzierung begleitet wird. Seine Freunde sind keine Mönche und mit Ihnen trifft er sich öfter abends in dem Tempel mit Blick über die Stadt. Sie sprechen allerdings nicht so gut Englisch, da sie nur eine staatliche Schule besuchen. Nach netter Plauderei und  Austauschen der Handynummern beschlossen wir, dass ich am nächsten Tag einen Ausflug mit Aloka zur längsten Teakholzbücke der Welt (U-Bein-Bridge) machen würde. Den Abend beendete ich bei einem birmesischen Beef-Curry und frittiertem Gemüse in einem schönen Touristenrestaurant. Es ist schon merkwürdig, wie schnell man beim Reisen in total andere Welten katapultiert wird und auch, wie schnell man sich dann zurecht findet.

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Morgens holte ich Aloka in seinem Kloster ab – ein schlichter Betonbau, völlig unromantisch. Er zeigte mir stolz den Computerraum, Werkraum und die Bibliothek seiner Schule. Wir lunzten in einen Klassenraum, wo gerade die Abschlussprüfungen geschrieben wurde, und er zeigte mir noch seinen Schlafraum, den er mit 15 anderen Jungs teilt. Er besteht aus einer mit Folie bezogenen, rundlaufenden Holzplattform, auf der die Novizen ohne Matratze nebeneinander liegen (keine Fotos!) Gegessen wird an der gleichen Stelle und zwar, was morgens gespendet wurde. Das Kloster wird ständig erweitert und umgebaut und die Bauarbeiten sind sehr unkonventionell – Frauen transportieren die Ziegelsteine auf ihrem Kopf. Auf dem Dach sah ich dann noch den “Fußballplatz” und musste leider feststellen, dass die Mönche auch ihren Müll unmittelbar neben dem Haus entsorgen und zwar direkt neben den Betonbecken, die als “Badezimmer” dienen. Schwer nachzuvollziehen das Ganze.

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Nach der Besichtigung schwangen wir uns aufs Moped, wo ich schnell feststellte, dass Aloka außerhalb seines Wohngebietes und der ihm gewohnten Tempel keine Ahnung hat, wo er sich befindet, beziehungsweise, wie man irgendwo hinkommt. So gelang es uns schließlich mit einer Kombination aus Google, Stadtplan und Fragen außerhalb der Stadt zu gelangen, wo an einem eigentlich idyllischen See (leider auch viel Müll dort) die Brücke zu einer Klosteranlage führt. Wir besichtigten Tempel, schütteten Wasser über das Haupt einer Buddha Figur, sahen bei der Speisung ganz junger Novizen zu und tranken einen Saft in einem Restaurant – wohl eine neue Erfahrung für den Jungen. Er darf außerhalb des Klosters nach einer gewissen Uhrzeit nichts mehr essen und so konnte ich ihn nicht einmal  zu einem Teller Reis einladen. Getränke gingen aber. Zurück in der Stadt lernte ich noch seine Schwester und seine Tante kennen, die aus seinem ursprünglichen Dorf zu Besuch waren. Sie knieten vor ihm nieder und überreichten ihm Geldscheine für das Kloster bzw. den Tempel. Er selbst verfügt über ein Taschengeld von 28€ im Jahr!

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Bei unserer Rückkehr sahen wir noch eine Prozession durch die Stadt und gingen zusammen in die Maha Mya Muna Pagode, deren Besonderheit der über und über mit Goldplättchen beklebte sitzende Buddha ist. Die hauchdünnen Goldblätter kann man im Tempel ab 2,50€ kaufen und sich dann in die Schlange zum Auftragen anstellen. Ich kaufte für mich und Aloka jeweils ein Päckchen und für uns beide war es ein besonderer, aufregender Moment und eine Premiere in unserem Leben, Gold auf den Buddha zu legen.

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Beeindruckend war ein Halle, in dem ein riesiges Modell zur Erklärung der Herkunft des Buddhismus dargestellt war. In dieser Pagode sind auch religiöse Figuren (teilweise aus dem Tierreich) ausgestellt, die man an Körperteilen berühren soll, um für sich Wohlbefinden und Gesundheit an diesen Stellen zu erlangen. Auffällig war, wie oft der Mund und der Bauch berührt wurden – scheint wohl nicht nur die Touristen mit Darmerkrankungen zu erwischen….

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Eine kleine Herausforderung war es zunächst, ein Frühstück für mich zu besorgen. Zwar war direkt neben meinem Hotel ein Kaffeehaus, doch konnte ich weder die Speisekarte lesen, noch waren mir die Speisen auf den Tellern der anderen Gäste als Frühstück vertraut oder überhaupt bekannt. Ein netter Kaffeeverkäufer, der ein bisschen Englisch sprach, half mir dann zu ganz gutem Kaffee und einem fettgebackenen Teigstück, dass ich in verschiedene Soßen wie Dahl oder Gemüsecurry tauchen konnte. Insgesamt ist die Atmosphäre in diesen Kaffee- und Teehäusern sehr lebendig und entspannt. Die Leute treffen sich, erzählen und lachen viel miteinander. Ich habe so ca. 50 junge Männer an Personal gezählt, die verschiedene Aufgaben haben wie Tee auffüllen, Tische abwischen, abräumen, servieren, kassieren…

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Da Aloka am nächsten Tag Arbeiten zu erledigen hatte, brach ich morgens – mit vollem Bauch – alleine auf und fuhr quer durch die Stadt, vorbei an allerlei Werkstätten für religiöses Kunsthandwerk und Vogelverkäuferinnen (zum Freilassen –“ for good luck”). Ziel waren zwei Sehenswürdigkeiten am anderen Ufer des Irawadi, wohin man über eine gigantische Brücke gelangt: Sagain Hill und Mingun. Beim ersteren handelt es sich um einen heiligen Berg mit unzähligen Pagoden. Auf dem Areal sollen über 7000 Mönche (auch weibliche mit pinker Robe) in verschiedenen Klöstern leben, die natürlich das Straßenbild stark bestimmen. Überall sieht man aus dem Grün die golden leuchtenden Kuppeln der verschiedenen Pagoden und Stupas. Leider ist es immer so dunstig, dass man von der anderen Flussseite alles nur im Nebel sieht. Ich besichtigte einige der Tempel und kam zu Fuß durch ein Kloster, wo gerade Körperpflege betrieben und ich freundlich begrüßt wurde.

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Am Fluss entlang ging es weiter nach Mingun. Unterwegs immer wieder Szenen der Armut und des ganz einfachen Lebens – Ochsenkarren, Wäsche waschen und Baden am Fluss, mit kleinen Netzen fischen,  mit der Hand Frachtschiffe mit Baumaterial entladen, archaische Straßenbauarbeiten und vieles mehr. Als ob man durch eine Zeitmaschine in die Vergangenheit geraten wäre. Allerdings holen einen der Krach der Motoren und die vielen Handies schnell wieder zurück in die Neuzeit.

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In Mingun angekommen entdeckte ich eine kleine Oase, in der sich eine Zeitlang der Staub der Straße und meine vielen Eindrücke setzen konnten. Das Garden Café, betrieben von einem Franzosen, serviert leckere Sandwiches, Säfte, Salat aus eigenem Anbau und guten Cappuccino in grüner, müllfreier und entspannter Umgebung am Fluss – genau richtig für meine Mittagspause.

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Danach ging es dann aber gleich weiter mit der Tempelmania. In Mingun sollte mit 152m der höchste buddhistische Tempel aller Zeiten entstehen (vor knapp 1000 Jahren). Er wurde allerdings nie fertig gebaut und ist heute als riesiger Ziegelhaufen und nebendran als kleines Modell zu besichtigen. Außerdem gibt es hier noch die größte Glocke der Welt (die Kinder gehen gerne drunter und hören sich den gewaltigen Sound an) und einen blendend weißen Tempel – wie gesagt, die Namen sind Schall und Rauch für mich, schön anzusehen und zu erleben ist es aber allemal.

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Nachmittags rief mich Aloka an und ich holte ihn noch einmal ab, um gemeinsam zu erkunden, wie die magischen hauchdünnen Goldplättchen zum Auftragen auf die Reliquien  hergestellt werden. Dafür gibt es in Mandalay (und nur hier) eine Handvoll Werkstätten, die den Bedarf fürs ganze Land decken. Mit bloßer Körperkraft hämmern junge Männer den ganzen Tag auf lederummantelte Päckchen ein, in denen bis zu 700 Lagen Gold und Papier gebündelt sind. Sie machen das in einer gewissen rhythmischen Abfolge und die Zeit fürs Hämmern wird mit einer Kokosnuss im Wasser gemessen. Sehr archaisch wirkt das Ganze und es entsteht eine ganz besondere Atmosphäre im Raum. Später wird das Gold geschnitten und von darauf spezialisierten Frauen filigran zwischen Bambuspapier gelegt und verpackt.

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Auf dem Weg zum Sonnenuntergang am Mandalay Hill, wo wir uns kennen gelernt hatten, besuchten wir noch eine 87jährige Bekannte von Aloka, die er vom morgendlichen Essenssammeln (jeden Tag zwischen 5 Uhr 30 und 8 geht er mit einem Napf los und bittet um Essensspenden fürs Kloster)  kennt. Sie empfing uns zwar zahnlos, aber sonst gesund, fit und fröhlich wirkend in ihrer bescheidenen Hütte. Dann mussten wir uns leider verabschieden. Ich brachte Aloka zurück zu seinem Kloster und wir tranken noch ne Limo bei den fröhlichen Menschen in seinem Lieblingsgeschäft. Ich ging früh schlafen, denn am nächsten Morgen hatte ich für 7 Uhr das Schiff nach Bagan gebucht. Aber das ist dann eine neue Geschichte.

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Eine Inselwoche auf Koh Phangan

24 02 2017

Ein falscher Klick im Internet und unsere Anreise von Chiang Rai hatte sich ziemlich verkompliziert: Statt um 14 Uhr landeten wir erst um 16 Uhr 30 in Surat Thani und konnten die letzte Fähre des Tages nicht mehr erwischen. Also hieß es Hotel auf der Insel stornieren, neues auf dem Festland buchen (wo am besten?) und insgesamt 6 Stunden Aufenthalt am “wunderschönen” Flughafen Don Mueang in Bangkok. Wir kamen zum Sonnenuntergang an der Fährstation Don Sak an, bezogen unser Hotel mit Meeresblick und konnten auch ohne jegliche Englischkenntnisse des Personals einen gegrillten Fisch zum Abendessen bestellen. Alles war wieder gut. Allerdings stellte sich nach dem Schlafen bei Tageslicht heraus, dass der Strand total vermüllt ist und das Wasser eher bräunlich. Kein Platz zum Bleiben!

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Am Morgen nahmen wir dann die Fähre um 10 und kamen letztendlich ohne gebuchte Unterkunft dort an. Nach 20 Minuten hatten wir einen Bungalow für 20€ gefunden, allerdings winzig und nicht direkt am Strand – nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten. Haben wir auch nur für eine Nacht gebucht. Dann nahmen wir Kontakt zu Matthias auf, der immer auf der Insel überwintert und ein Bekannter vom Mühlheimer See ist. Der hatte zufällig bei den Gecko Beach Villas ein Schild gesehen, dass sie für 3 Tage ein Studio frei haben. Nichts wie hin und wenige Minuten später checkten wir quasi im Paradies ein. Pam, unsere englische Gastgeberin, begrüßte uns mit einem Obstkorb und kalten Getränken, gab uns die erste Nacht gratis und die nächsten beiden zum Spezialtarif. So konnten wir die Seele baumeln lassen (entsprechende Hängematte war vorhanden), nutzten ausgiebig die zum Haus gehörenden Kayaks und faulenzten am Haus. Am dritten Tag machten wir einen Ausflug an die Nordspitze Phangans, wo man durchs Wasser watend Koh Ma erreicht, eine kleine Insel, die tatsächlich noch über ein einigermaßen intaktes Korallenriff mit vielen bunten Fischen verfügt. Schnorcheln dort hat bei 30 Grad Wassertemperatur richtig Spaß gemacht.

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Das tollste war allerdings, dass wir an der Westküste jeden Abend fantastische Sonnenuntergänge bewundern konnten.

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Das Fotografieren derselben ist auf Koh Phangan Volkssport und jeden Abend versammeln sich tausende Touristen am Strand für entsprechende Fotosessions.

Ein paar Worte zur Insel:

Wir waren das letzte Mal vor 16 Jahren hier. Seitdem hat sich der Touristenstrom vervielfacht, die Südküste wurde quasi komplett zugebaut und die Westküste ist gerade auf dem Weg dahin. Allerdings hält sich das Ganze in einem Spektrum von einfachen Bambushütten, Hostels für Backpacker über Betonressorts bis zu Luxusunterkünften mit Pool und Massage. Dazwischen tummeln sich esoterisch angehauchte Touristen, die eine große Auswahl von Yoga-, Detox- und Meditationszentren, vegetarischen und veganen Restaurants und Hippiebuden mit Livemusik am Lagerfeuer vorfinden. Ganz krass muss es wohl sein, wenn die monatliche Fullmoonparty tausende feierwütige Technofans anlockt. Dann verdoppeln sich schnell mal die Unterkunftspreise und die Anzahl der Mietmopeds. Zum Glück kamen wir kurz nach Vollmond dort an…..

Nach den wunderschönen Tagen im Gecko mussten wir nochmal umziehen und fanden ein schönes Häuschen mit Meeresblick, wunderbar und stilvoll eingerichtet. Nachteil war, dass es direkt an der Straße lag und man auf der Terrasse ziemlich viel vom Verkehr mitbekam. Ansonsten aber eine gute Ausgangsbasis für weitere Touren zu recht wenig besuchten Stränden (z.B. der nicht ganz geheime Secret Beach) und wir hatten  weiterhin Sonnenuntergangsgarantie.

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So konnten wir nach recht entspannter Zeit gut erholt nach Bangkok zurückkehren, dort noch eine gemeinsame Nacht in einem kleinen Apartment verbringen, bevor Judith wieder in den Flieger entschwand und Thomas am nächsten Tag weiter nach Mandalay in Myanmar flog, aber das ist dann die nächste Story…..

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Zu Besuch bei Freunden und unterwegs im “Goldenen Dreieck”

18 02 2017

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Unser Flug von Hanoi in den Norden von Thailand machte einen Zwischenstopp in Bangkok (Flughafen Don Mueang) nötig, wo wir uns die Wartezeit bei Starbucks versüßten und nebenbei köstliche japanische Käseküchlein entdeckten – es scheint, die Welt ist irgendwie kleiner geworden bzw. näher zusammengerückt……

Nachmittags erreichten wir dann den übersichtlichen Flughafen von Chiang Rai, wo Heli und Kwan schon auf uns warteten und pünktlich zur schönen Nachmittagsstimmung mit tiefstehender Sonne kamen wir dann in ihrem Domizil an. Dort wartete ein wunderschönes Häuschen im Grünen mit großer Dachterrasse und viel Platz innendrin auf uns. Wir tranken ein paar Sonnenuntergangsbierchen und verbrachten den Abend entspannt mit Grillen, Erzählen und Planen für die nächsten Tage. So kamen wir später am Lagerfeuer zu dem Schluss, dass ein Reiseziel, das die Beiden ausgeguckt hatten, am Wochenende sehr voll sein würde und es besser wäre, direkt am nächsten Morgen in die Bergwelt von Puh Chi Fa aufzubrechen. Hier ein paar Eindrücke von Helis neuem Zuhause  ca. 12km außerhalb von Chiang Rai:

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Gesagt getan, kleine Rucksäcke gepackt und mit Helis Auto losgefahren Richtung Grenze zu Laos an den Mekong. Von dem Felsplateau in Puh Chi Fa, dessen Rand genau genommen schon auf laotischem Gebiet liegt, hat man bei Sonnenaufgang einen fantastischen Blick über die Nebelfelder in den Tälern des Mekong auf der anderen Seite. Allerdings waren wir schon stutzig, dass es schwierig war, mittwochs dort eine Unterkunft zu bekommen. In unserem Bergresort angekommen, das von einer Hilltribe Familie betrieben wird und eine schöne Mischung aus modernem Hotel und traditionellem Dorfleben darstellt, aßen wir erstmal zu Mittag, erkundigten uns über den Weg zur Spitze für den nächsten Morgen und fuhren dann weiter zu einem Wasserfall mit heißen Quellen “in der Nähe”. Als nach ca. einer Stunde Fahrt immer noch nichts zu sehen war und wir einen Dorfbewohner danach fragten, sagte der nur “puhn”, was soviel heißt wie: noch sehr weit. Nach weiteren 20km kamen wir pünktlich zum Schluss des Einlasses zu den heißen Quellen (16 Uhr) dort an. Mit Überredungskunst gelang es uns, doch noch ein Bad in einer schwefelhaltigen Quelle nehmen zu können und  auf dem Weg dorthin den wunderschönen Boardwalk durch den sumpfigen Regenwald zu genießen.

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Anschließend fuhren wir zurück zum Hotel und kamen  zum Sonnenuntergang an, der dann durch eine scharfe Tom Yum Suppe mit Fisch begleitet wurde. Hier sahen wir zum ersten Mal herausgeputzte Kinder in der Tracht der Bergstämme, die für Geld sangen oder sich fotografieren ließen.

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Am nächsten Morgen ging es dann um halb sechs los auf den Berg. Total überrascht mussten wir feststellen, dass hunderte von Leuten sich auf den gleichen Weg gemacht hatten und sich dann oben lautstark vergnügten und wahre Fotosessions und Selfieorgien abhielten. So entwickelt sich hier der lokale Tourismus, was einerseits zeigt, dass in Thailand eine gewisse Bevölkerungsschicht genug Geld hat, um auch Urlaub zu verbringen, andererseits jede schöne Stelle, die man besichtigen will, auch in eine Art Jahrmarktsattraktion verwandelt. Dazu kamen noch die vielen Kinder, die mitten in der Nacht geweckt und rausgeputzt wurden, um für die Touristen kleine Tänzchen aufzuführen. Da fast jeder einen 20 Baht-Schein (0,60€) gab, wurden wir den Verdacht nicht los, dass diese Kinder quasi das ganze Familieneinkommen erwirtschaften und natürlich nicht in die Schule gehen können. Trotz dieser Umstände hatte die Landschaft und die Stimmung eine magische Ausstrahlung und gab sehr schöne Fotomotive ab. 

Man ist ja schließlich Tourist, also spielt man das Spiel mit.

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Nach dem Frühstück fuhren wir noch zu einem weiteren Berg in der Nähe, auch mit schönen Blicken nach Laos und morgens sicher nicht so überlaufen wie der markante Felsen. Dafür gab es hier noch einen goldenen Buddah und Glocken und kleine Wanderwege zwischen den Felsen.

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Die nächste Idee war dann, in einer Stadt namens Chiang Khong am Mekong zu Mittag essen und anschließend eine Bootsfahrt zu machen, bei der wir teilweise  auf laotischem Staatsgebiet herumschipperten, ohne offiziell die Grenze passiert zu haben. So konnten wir ein wenig die Atmosphäre auf diesem mächtigen Fluss Asiens schnuppern und erleben, wie Menschen und Güter auf Booten hin und her transportiert werden und die Landesgrenzen auf dem Fluss überqueren (Thais und Laoten brauchen kein Visum für das jeweils andere Land).

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Erschöpft aber voller toller Eindrücke und Erlebnisse kamen wir wieder in unserem Dorf an und schliefen selig zum Sound von Hähnen und Hunden……..

Am nächsten Tag erkundeten wir dann die Stadt Chiang Rai mit ihrem Wahrzeichen, dem Glockenturm, gingen unter anderem am Fluss sehr fein Kaffee trinken und machten später noch eine Radtour (Tandem!) im Singha Park, ein von der Brauerei gesponserter Vergnügungspark mit allerlei Aktivitäten, einer Teeplantage und gutem Restaurant, wo wir dann nach dem Sonnenuntergang auch zu Abend speisten. Auf dem Menü standen zum Beispiel frittierte Teeblätter mit Dip.

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Wir gönnten unseren tollen Gastgebern eine kleine Pause und erfüllten Judiths Wunsch nach einem Ritt auf einem Elefanten. Es ist natürlich eine sehr touristische Angelegenheit, aber es gab schöne Erinnerungen an unsere Reise mit den Kindern und der damalige Elefantenritt war als sehr therapeutisch erlebt worden. Es ist ein ziemlich schaukeliges aber gleichzeitig schönes Gefühl, mit welch sicherem Schritt dieses sanfte Tier einen über die schmalsten, hügeligsten Wege und durch Flussläufe trägt. Dazu der Blick auf die rissige Haut und die drahtigen Augenwimpern…das musste mal wieder sein und wir haben es eine ganze Stunde ausgekostet.

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Thomas durfte zur Erweiterung des Horizonts eine weiße Riesenschlange halten, eine Python, die  sogar schon jemand aus der Königsfamilie getragen hat. Das Tier wog 40kg und war wider Erwarten gar nicht glitschig sondern sehr trocken und der Körper ständig in “schlängelnder”Bewegung.

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Bevor wir zu Heli und Kwan zurückkehrten machten wir noch einen Besuch im “Black House”, einem sehr interessanten, skurrilen Museum des kürzlich verstorbenen Künstlers Thawan Duchanee . Auch hier waren wir wieder überrascht, wie viele Menschen unterwegs waren. Allerdings fand unser Besuch im Rahmen eines Kulturfestivals statt, was den Vorteil hatte, dass wir einige Performances und Darbietungen sehen konnten. Die Kunstwerke selbst bestanden aus ungewöhnlichen Häusern, Bänken und Tischen aus Holz, Hörnern und Knochen, Tischen mit Bären- und Wolfsfellen, aber auch Bildern und vielen Buddhafiguren.

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Am Abend besuchten wir noch gemeinsam mit Heli und Kwan den Nightmarket, erstanden ein paar Souvenirs und schlenderten nach dem Abendessen  durch die “walking-street”, eine am Samstag Abend entstehende Fußgängerzone mit Essständen, Lebensmitteln, Kleidung und vielem mehr, die vor allem von Einheimischen genutzt wird.

Sonntag nach dem Frühstück ging es los in die Berge, in der Annahme, dass der Wochenendtourismus nun abgeschlossen sei, doch hatten wir den anschließenden Feiertag nicht eingeplant. Es war also voll wie überall und wir hatten Glück noch eine Unterkunft in der Nähe des Doi Angkhang (1928m) an der Grenze zu Myanmar zu bekommen.

Unterwegs stoppten wir an einem Weinberg, der sich als Café entpuppte (allerdings wurde hier Träubchen für Träubchen mit der Schere ertragsreduziert….) , aßen in Tathon am Fluss (Kok) zu Mittag, erklommen dort mit dem Auto die 9 Levels einer Tempelanlage und erreichten am Nachmittag unser Ziel.

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Gerade noch rechtzeitig um das Royal Projekt zu besichtigen. Der König hatte hier eine landwirtschaftliche Versuchsstation errichten lassen, sicher mit dem Hintergedanken, eine Verdienstmöglichkeit und Verbesserung der Lebenssituation der dort lebenden Bergdörfer zu bewirken.

Dort gibt es Bonsaibäume, einen Rosengarten, sehr, sehr viele Blumenanlagen, Obst- und Teeplantagen zu besichtigen. Der Platz zieht viele einheimische Touristen an, die dort “Winterurlaub” spielen können, denn am Abend sinken die Temperaturen auf 14 Grad und man kann endlich mal eine Daunenjacke, Mütze und Handschuhe anziehen, um Selfie-Fotos zu machen.

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Unser Resort entpuppte sich dann als Unterkunft mit einem Charme irgendwo zwischen Gefängniszelle und Berghütte – dafür war sie eigentlich ziemlich teuer! Allerdings wuchsen direkt vor dem Häuschen pflückreife Erdbeeren! Da kann man im Februar nicht meckern.

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Am nächsten Morgen hatten wir richtig  Pech mit dem Wetter und wir waren in dieser herrliche Berglandschaft mit eigentlich tollen Blicken nach Myanmar nur in den Wolken und im Nebel unterwegs. Wir konnten in “gespenstischer” Stimmung einige Fotos an der Grenze machen. Später besichtigten wir noch die Teeplantagen des Royal Projects und konnten ein wenig “Entwicklungshilfe” leisten, indem wir Tücher und kleine Souvenirs kauften. Außerdem probierten wir die hiesigen Oolong Tees (grün) die fachmännisch zubereitet wurden…

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Auf der Rückfahrt nach Chiang Rai hielten wir noch in Mae Salong, einer Stadt, die hauptsächlich von Menschen chinesischer Herkunft bewohnt wird und die durch den Markt mit vielen Produkten, die wir gar nicht kennen, sehr exotisch wirkt.

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Dann ging unsere Zeit im Norden Thailands langsam zu Ende. Am letzten Tag besichtigten wir noch ausführlich das neue Touristenhighlight der Stadt, den “Weißen Tempel”, der sich immer noch in der Fertigstellung befindet. Außer dem zauberhaften Design, kreiert mit weißen Verschnörkelungen und unzähligen Spiegelmosaiken, ist zu erwähnen, dass man um ihn zu betreten erstmal durch die “Hölle” gehen muss. Dort strecken sich Skelette und körperlose Arme nach den Besuchern und man wird per Lautsprecher aufgefordert, möglichst schnell dort hindurchzugehen, da man sonst im wahren Leben der Hölle näher kommt. Im Inneren gibt es dann außer einigen Buddhas ein Wandgemälde, das die “Dämonen” der heutigen Zeit aufzeigt: Raketen, die einstürzenden Wolkenkratzer von 9/11 und Elvis Presley!

Dort gab es auch noch die schönsten vergoldeten Toilettenhäuschen, die wir je gesehen haben, und weitere Dämonen überall. Und Leute, die hingebungsvoll beteten und danach fotografierten, aber das kannten wir ja schon.

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Abends saßen wir dann noch gemütlich bei “Fleischlaberln” und Steaks am Lagerfeuer und ließen unseren schönen Besuch bei Heli und Kwan mit einem Glas Rotwein ausklingen. Morgens in aller Frühe brachte uns Heli an den Flughafen und wir flogen über Bangkok nach Surat Thani, um auf die Insel Kho Phangan weiterzureisen. Das wurde dann ziemlich kompliziert, ist aber wieder eine andere Geschichte……..



Im Norden Vietnams–Vom wuseligen Hanoi in die Naturschönheit von Ha Long Bay

7 02 2017

Nach einem unaufgeregten Flug von Sihanoukville im Süden Kambodschas mit Zwischenlandung in Siem Reap erreichten wir abends den Flughafen von Hanoi. Unsere Unterkunft in der Altstadt hatten wir über Airbnb gebucht und praktischerweise war eine Abholung vom Flughafen vom Besitzer Luan arrangiert worden. Das war nur der erste Schritt einer Kette von Buchungen über sein kleines Reisebüro, die unsere Reise hier sehr unkompliziert und bequem machen sollten. Die Taxifahrt brachte uns über 6-spurige Autobahnen und beeindruckende, beleuchtete Brücken (über den Roten Fluss) in die wuselige Altstadt von Hanoi, in der wir insgesamt 6 Nächte verbringen würden und bis zum Schluss aus dem Staunen nicht rauskommen sollten.

Der erste Weg nach dem Einchecken führte uns vorbei an der St. Josephs-Kathedrale, in der regelmäßig Messen abgehalten werden, in eine moderne Kneipe namens “The Church”. Dort aßen wir hervorragende Suppen und hatten unser erstes (überteuertes, für 2€) Hanoi Bier, bevor wir durch Moped-Chaos und Suppenküchen auf den Bürgersteigen durch die im Kolonialstil erbauten Häuserzeilen bummelten.

An den anderen Abenden erweiterten wir immer mehr unseren Radius und  drangen schon bald an die sogenannte Beer-Corner vor, an der jeden Abend mindestens so viel los ist wie auf dem Museumsuferfest in Frankfurt. Der Unterschied ist allerdings, dass mitten in den kleinen Gassen, in denen die Leute auf kleinen Stühlchen an kleinen Tischchen sitzen und Bier in der Preisspanne zwischen 0,25 und 0,90€ trinken, reger Verkehr herrscht. Touristenbusse,  dicke Geländewagen, Rikschas und Mopeds in allen Formen und Farben (sogar elektrische) fahren im Schneckentempo an den Menschenmengen vorüber und zwar in alle Richtungen ohne Einbahnstraßenregelung! Zwischendrin tauchen dann Luftballon- , Obst-, Souvenir- Bier(!)- oder Eisverkäufer auf, die dann mitten auf der Straßenkreuzung ihren Geschäften nachgehen und die Fahrzeuge somit zum Kreisverkehr zwingen. Was natürlich für unsere Breitengrade unvorstellbar  wäre: Das Ganze geht ohne Schimpfen und böse Blicke vor sich, ist nur begleitet von rituellem Hupen und ein bisschen Drängelei, worüber sich dann auch keiner aufregt. Als Fußgänger in Hanoi überquert man jede noch so breite und bevölkerte Straße überall und zu jeder Zeit – einfach laufen, die anderen im Blick behalten und dann klappt es ohne Probleme. Wir haben in der gesamten Zeit dort keinen einzigen Unfall und keinen Kontakt zwischen zwei Verkehrsteilnehmern gesehen. Verblüffend ist natürlich auch die Nutzung der Mopeds und Roller. Bis zu 5 Personen, schlafende Babys, Kühlschränke oder anderes elektronische Equipment, bis zu 10 Bierkästen oder 5 Bierfässern, Hühner in Käfigen, riesige Blumenarrangements und vieles mehr haben wir im Trubel hier auf Zweirädern entdecken können.

Die Kinder üben schon früh und beginnen mit 2-3 Jahren auf Elektroautos durch die am Wochenende gesperrten Straßen zu düsen.

Hier eine kleine Zusammenstellung der optischen Eindrücke in der Stadt, die Geräusche und Gerüche muss man sich dazu halt vorstellen.

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Unser Aufenthalt stand ganz im Zeichen des Tet-Festes (vietnamesisches Neujahr) und so wurden die Tempelbesuche zu besonderen Ereignissen, da man sich immer dichtgedrängt unter Einheimischen befand, die ihre Opfergaben (Blumen, Geld, Kuchen, aber auch Fische und Schildkröten, denen man die Freiheit schenkt) niederlegten und um ihr Glück im neuen Jahr beteten. Die Kinder waren schick herausgeputzt und alles wurde tausendfach auf Handyfotos festgehalten. So entstand eine Stimmung irgendwo zwischen Andacht und Jahrmarkt. Wohl kaum nötig zu erwähnen, dass es in Hanoi hunderte von Tempeln gibt……

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Insgesamt herrscht eine sehr lebendige Stimmung in der Stadt. Wir haben viele Menschen jeden Alters gesehen, die ihr Leben und ihre Stadt zu genießen scheinen, trotz auch bestehender Armut und vielen Unzulänglichkeiten. Die Vietnamesen kümmern sich liebevoll um ihre Kinder – an vielen Stellen kann man sehen, dass den Kleinen eine schöne Kindheit ermöglicht wird.

Insgesamt machten wir zwei bemerkenswerte Ausflüge in die Umgebung von Hanoi. Ungefähr 100 km südlich (3 Std. im Bus) liegt die Stadt Ninh Binh, Eingangstor zu einer Landschaft, die aus üppig-grüner Natur und Reisfeldern besteht und aus der erstaunlich hohe Kalkfelsen in verschiedensten Formationen herausragen. Man erkundet die Gegend am besten mit einer Flussfahrt auf einem traditionellen Ruderboot, das mit den Füßen bewegt wird. Die Illusion eines friedlichen Gleitens durch unberührte Natur wird einem auf mehrfache Art geraubt: Neben dem ziemlichen Andrang (auch einheimischer) Touristen hat man sich nicht gescheut, unter anderem Zementfabriken zwischen die Felsen zu platzieren. Unser Ausflug führte uns in ein nettes Hotel in Tam Coc (drei Höhlen), so genannt, weil der Fluss auch unter den Kalkfelsen hindurch führt und man im Ruderboot schon mal den Kopf einziehen muss. Es ist sehr ländlich hier, die Hühner gackern und man ist umgeben von üppiger Vegetation.

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Tags darauf mieteten wir uns einen Roller, um einige Tempel in der Umgebung zu erkunden. Es herrschte immer noch Feiertagsstimmung und so fuhren wir im Konvoi mit abertausenden Mopeds nach Bai Dinh, der größten Tempelanlage Südostasiens, erst in den 2000er Jahren erbaut und ca. 30km von unserem Hotel entfernt. Beeindruckend war schon der Parkplatz, auf dem es uns später tatsächlich gelang, unser Fahrzeug wiederzufinden. Im Tempel selbst waren 500 übergroße Statuen von erleuchteten Mönchen in einer Reihe aufgestellt, flankiert von jeweils 25 goldenen Buddhas im Hintergrund. Die Haupttempel beherbergen riesige Glocken, große goldene Buddhafiguren mit prächtigen Verzierungen, des weiteren Tempelwächter, Königsfiguren, Tierabbildungen und überbordende Ornamente, meistens in Gold oder rotgefärbtem Holz gehalten. Wir schätzen, dass an diesem Tag zwischen 100000 und 200000 Menschen anwesend waren und das Verrückteste: Außer uns beiden scheinen sich nur Asiaten in der Anlage aufgehalten zu haben. Die jüngeren waren oft sehr kontaktfreudig und wollten gerne Handyfotos mit uns machen oder ihre Englischkenntnisse (oft sehr begrenzt) anwenden. So hatten wir einen sehr unterhaltsamen Vormittag, auch wieder mit leichter Jahrmarktsstimmung aber gleichzeitig hoher Religiosität. Zum Eingang wurde man übrigens mit kleinen Elektrobussen gebracht, die in einer nicht enden wollenden Lawine an den Pforten vorbeifuhren.

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Auf dem Rückweg fuhren wir durch Reisfelder, die gerade bestellt wurden,  und kamen an interessanten Essensständen vorbei – Spezialität der Gegend!

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Lecker, Ziegenfleisch mit Zitronengras, Chilli und Sesam!

Danach hatten wir noch ein wenig Zeit, einen Höhlentempel (Bich Dong Pagode) zu besichtigen, bevor es wieder in den Bus zurück nach Hanoi ging. Dieser Tempel erstreckte sich über verschiedene Etagen, verbunden durch Treppengänge und Höhlenverbindungen. Durch Weihrauch und bizarre Felsformationen breitete sich hier eine mystische Atmosphäre aus. Einsam war es allerdings auch nicht, obwohl wir nach einiger Wartezeit unsere Bilder fast ohne andere Besucher machen konnten.

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Nach einem weiteren Abend in der Altstadt von Hanoi und dem Besuch eines hervorragenden italienischen Restaurants (Mediterraneo an der Kathedrale – beste Nudeln Asiens!) wurden wir am nächsten Morgen um 8 Uhr abgeholt um unsere 3- tägige Bootstour durch die weltberühmte Ha Long Bay, eines der 7 Weltwunder, zu starten. Hier ragen die Kalkfelsen nicht aus den Feldern, sondern als Inseln aus dem Meer. Es sind insgesamt fast 2000, mal von Urwald überwuchert, mal ziemlich “nackt”, was der gesamten Landschaft, durch die wir  auf unserem Holzboot tuckerten, einen anmutigen und bezaubernden Charme verleiht. Wir hatten uns für die “Stellar” entschieden, ein luxuriöses Boot, auf dem wir mit bodentiefen Fenstern und schickem Schlafzimmer mit Bad nichts von der wunderbaren Szenerie verpassten. Essen an Bord war vielfältig und sehr schmackhaft, vor allem bestimmt durch Fisch und Meeresfrüchte. Unvergesslich die Steamed Prawns, bei denen der Koch für alle zauberte. Ausflüge vom Schiff beinhalteten Höhlen, Kayakfahrten und Schwimmstopps bei leider nicht ganz warmen Temperaturen. An Bord gab es noch Tai Chi vor dem Frühstück und einen Kochkurs für vietnamesische Frühlingsrollen. Alles in allem eine tolle Erfahrung, die wir wahrscheinlich nur einmal in unserem Leben machten, da es noch ähnliche Buchten in Vietnam gibt, die bei weitem nicht so touristisch entwickelt sind. Und bedenklich ist die Entwicklung hier schon, wenn man erfährt, dass in der Bucht täglich über 500 Schiffe unterwegs sind, die mehr als 10000 Menschen durch die zunehmend verschmutzte Meerenge schippern. Dabei gibt es kein Konzept für Müllentsorgung oder Abwasser….

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Am Ende der Tour wurden wir wieder nach Hanoi zurückgebracht, wo wir das pralle Leben noch weitere 2 Tage genießen konnten, wie es oben beschrieben ist.

Dann war unsere Zeit in Vietnam schon vorüber. Wir stiegen am 7.2. in den Flieger nach Bangkok, um dann direkt weiter nach Chiang Rai zu unseren Freunden Heli und Kwan zu fliegen. Aber das ist dann eine andere Geschichte….



In den Süden ans Meer, wo der Pfeffer wächst

29 01 2017

Als wir erfuhren, dass es einen Nachtbus von Siem Reap in den Süden gibt, erkundigten wir uns nach Preis und Ausstattung und das sah wirklich ganz gut aus. Für 20$ kann man in einer eigenen – durch Vorhang getrennten – Kabine mit einem Doppelbett und Bettwäsche durchs ganze Land fahren, so dachten wir. Wir wurden von einem klapprigen Minivan aus dem Hotel abgeholt und zur “Busstation” gebracht. Als wir dort die Wellblechverschläge sahen, die als Klos dienten, kamen erste Zweifel auf. Wir stiegen in den Bus ein, bekamen unseren Platz zugewiesen und stellten fest, dass die Vorhänge fehlten und wir auf der blanken Matratze des Vorgängers schlafen mussten. Noch zwei Polyamiddecken und das war’s mit dem Service. Der Bus zuckelte schließlich mit über einer Stunde Verspätung durch die nächtliche Landschaft und irgendwann schliefen wir dann ganz gut….um morgens gegen halb sechs etwas unsanft aufgeweckt zu werden: “Der Bus endet hier in Phnom Penh, alle aussteigen. Change Bus!” Leider konnte uns keiner sagen, wo und wie es weiter gehen sollte. Also warteten wir und Thomas erkundete in der Morgendämmerung die umliegenden Straßen. Kinder, die auf dem Boden sitzend Kokosnüsse aushöhlen, Marktstände mit Suppentöpfen auf offenem Feuer, jede Menge Mopeds und Müll. Und mitten in dem Chaos eine moderne französische Bäckerei (Tous le jours) mit allem, was man auch in Paris kaufen könnte. Ausgestattet mit Cappuccino und frischen Croissants erfuhren wir dann auch, dass es um 8 Uhr weiter gehen sollte nach Kep, einer alten Kolonialstadt am Meer. Mit dem Tuktuk wurden wir zu einer anderen Busstation neben einem Markt gebracht und dann mussten wir noch eine wuselige sechsspurige Straße voller Mopeds und einer Mittelbarriere aus Beton überqueren (ging eigentlich ganz einfach) um schließlich in unseren neuen Bus zu steigen. Hier ein paar Bilder von diesem Abenteuer:

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Angekommen in Kep gingen wir direkt zu unserem Hotel, das glücklicherweise direkt neben dem Crab-Market lag. Dort erlebten wir dann einen kulinarischen Höhepunkt der Reise: Frisch und lebendig aus dem Meer geholte Krebse und Krabben in einer Kampotpfeffersoße – ein Gaumenschmaus allererster Güte!

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Nach einem Spaziergang durch die nicht so attraktive Stadt, die überwiegend von kambodschanischen Urlaubern besucht wird, fand Thomas dann zu allem Glück noch einen Verleih von Standup-Paddleboards und schipperte selig in der Sonnenuntergangsstimmung zwischen Fischmarkt, Palmen und Mangroven übers spiegelglatte Meer. Und die Sonnenuntergänge hier sind fantastisch….

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Am nächsten Tag ging es weiter, denn wir wollten endlich mal auf eine Insel und dann auch ein paar Tage bleiben. Unsere Wahl fiel auf Koh Rong, vor allem, weil wir da eine nette Holzhütte im Khmer-Stil vorbuchen konnten, die nicht, wie viele andere, total überteuert war. Die Fährüberfahrt war noch sehr wellig und erinnerte an frühere Gomerafähren, doch schließlich kamen wir in einem kleinen Paradies (allerdings touristisch schon ziemlich entwickelt) an, wie man es sich eigentlich wünscht: kristallklares Meer, lange, blendend weiße Sandstrände und dazu Bungalows und Restaurants zu vernünftigen Preisen. In unserem “Tree House Resort” verbrachten wir die nächsten 5 Tage viel Zeit, ließen uns Fisch und Meeresfrüchte grillen oder Curries bringen und spülten alles mit dem einen oder anderen Weinchen oder eiskaltem Angkor-Bier hinunter. Der Besitzer und ein Kellner sind Türken, der Koch Israeli und ein paar junge, russische Backpacker  unterstützen die Khmer-Frauen beim Housekeeping – was es nicht alles gibt……

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Beim einzigen Ausflug auf der Insel nahmen wir am letzten Nachmittag ein Wassertaxi zum Longbeach, wo wir mit Martin und Heike (nette Bungalownachbarn aus dem Ruhrpott) einen schönen Sonnenuntergang mit Schwimmen und Klang(Elefant)-Bier genießen konnten, bevor es wieder zurück zum Resort ging.

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Vor der Abreise bekamen wir noch einen guten Einblick in die einheimische Kultur, denn die chinesisch-stämmige Familie des Besitzers bereitete einen Opferaltar anlässlich des Neujahrsfestes vor. Mit großer Hingabe wurden der Aufbau im Gastraum des Restaurants betrieben und unter Anzünden von Räucherstäbchen schließlich Gebete gesprochen.

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Schließlich legten wir ab und kamen kurz darauf an einem Strand von Sihanoukville namens Otres an. Dort verbrachten wir zwei Tage, genossen die Sonnenuntergänge, Frühstück im französischen Hostel nebenan und wieder ganz leckeres Essen immer mit gechillter Musik im Hintergrund und Blick aufs Meer. Allerdings dominiert in allen unbebauten Ecken der Stadt der Müll und die Hygienestandards sind allgemein niedrig.

Und zwischendrin immer mal ne Kuh oder ein Wasserbüffel:

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Am letzten Abend ging es hoch her im Hotel, denn die China-Kambodschaner, denen die Anlage gehört, feierten ordentlich Neujahr und so mussten wir einige Bierchen und lecker gegrillte Meeresfrüchte mit ihnen zusammen vernichten -  so gehört sich das an diesem Feiertag.

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Nun sitzen wir im Flieger, sind problemlos ausgereist und nachher werden wir in Hanoi wahrscheinlich ein paar Röllchen oder ne Nudelsuppe essen, aber das wird dann wieder eine andere Geschichte….Zunächst mal heißt es “Good night Cambodia and good morning Vietnam!”

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Und für alle natürlich viel Glück im neuen chinesischen Jahr (Jahr des Feuerhahnes)!

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Angkor What?

24 01 2017

Nach einem sehr angenehmen 50-minütigen Flug landeten wir – sehr gespannt und neugierig auf das Land Kambodscha – auf dem neu gebauten Flughafen von Siem Reap im Nordwesten des Landes. Zwar musste man den Weg vom Flieger ins Terminal zu Fuß zurücklegen, aber innen war dann alles sehr modern und wohl geordnet. Nach sage und schreibe 5 Minuten hatten wir unser Visum on Arrival (30$ pro Person) und nach weiteren 10 Minuten waren wir durch die Passkontrolle. Wiederum jeweils 5 Minuten später hatten wir eine kambodschanische SIM-Karte, Geld in zwei Währungen (Riel und Dollar sind gleichwertig anerkannt) und saßen im Taxi zu unserem Hotel, dass wir vorher online gebucht hatten. Sanfter kann ein Übergang in ein unbekanntes Land wohl kaum vonstatten gehen.

Im Hotel funktionierte zu Beginn die Klimaanlage nicht. Kein Problem – einfach Zimmer wechseln. Das Personal ist super hilfsbereit und sehr freundlich und ermöglichte uns für 3 Tage ein ganz angenehmes Leben in Siem Reap. Hier mal Bilder vom Pool und unserem ersten Essen in der Khmer Kitchen:

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Abends besuchten wir per TukTuk noch den schön beleuchteten Nachtmarkt und hatten einen ersten Einblick in das extrem lebendige Nightlife der Stadt, das an einigen Stellen mit dem Ballermann mithalten kann (heißt hier Pub-Street und ist nix für uns):

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Am nächsten Morgen ging es dann mit unserem gemieteten Moped los auf Tempelerkundung.

Eintritt für 3 Tage kostete uns 40$ (ab 1.2. Preiserhöhung auf 67$) und das Ticket wurde mit unserem Foto versehen – sehr clever.

Und dann tauchten wir in die schon tausend Jahre existierende Tempelwelt ein – zwischendurch von der Welt vergessen, im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und nach und nach touristisch erschlossen. Dann wurde sie in den 70er Jahren von den Roten Khmern fast zerstört, weil diese die Geschichte des Landes leugnen wollten. Und heute mit fast 3 Millionen Besuchern jährlich die Hauptattraktion des Landes und eine ganz wichtige Einnahmequelle, um die Einwohner nach und nach aus der absoluten Armut heraus zu befördern.

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Wir begannen mit dem Tempel Ta Prohm, der berühmt ist für seine märchenhafte Atmosphäre, da er zwischendurch ganz vom Urwald überwuchert war und die Bäume in unglaublichen Wurzelformationen um die alten Gemäuer herumranken. Natürlich ist man nie alleine dort und an den Hauptattraktionen muss man schon mal für ein Foto Schlange stehen. Es sind sehr viele Reisegruppen unterwegs, vor allem aus China.

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In den Tempeln werden immer noch buddhistische Rituale abgehalten und die Leute nutzen Nischen und Buddha-Statuen für ihre tägliche Religionsausübung, was den Besuch interessant und lebendig macht.

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Nach einer Mittagspause ging es weiter mit dem Haupttempel Angkor Wat, der am besten erhalten und mit kilometerlangen Steinreliefs verziert ist.

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Vom Tourismus profitieren anscheinend auch die Gibbons:

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Am Abend fuhren wir an einem der Wasserreservoirs vorbei, die das Leben und die Ausbreitung des mächtigen Reiches in den Jahren ca. 800-1300 überhaupt erst möglich machten. Dort erlebten wir einen traumhaften Sonnenuntergang, der auch den angrenzenden Tempel in zauberhafte Stimmung versetzte.

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Am zweiten Tag beschränkten wir uns auf die Erkundung der größten Tempelanlage Angkor Thom (= große Stadt), die sich insgesamt auf 10km2 ausdehnt. In der Blütezeit sollen nach Schätzungen bis zu 1 Million Menschen dort gewohnt haben. Hinein kommt man durch vier den Himmelsrichtungen nach ausgerichtete Tore, die heute auch als Busdurchfahrt genutzt werden. Die Inschrift auf dem einen Bus hat in uns heimische Gefühle geweckt:

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Kleinere Tempel, Elefanten-Terrassen und verwunschene Mauern prägen das Bild, doch der Bayon-Tempel mit seinen 54 Türmen und 216 kühl lächelnden Gesichtern von einem der Gottkönige der damaligen Zeit überragen eigentlich alles. Er wurde in 3 Ebenen gebaut und bietet außer den Gesichtern noch unzählige Reliefs und Verzierungen.

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Junge Chinesinnen nutzen die Tempelanlage, die auch als Kulisse für den Film Tomb Rider gewählt wurde, gerne als Hintergrund für ihre Facebook-Bilder, vorzugsweise in rote Kleider gehüllt. Sieht sehr interessant aus:

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Nach einem leckeren Abendessen in einem der vielen Restaurants von Siem Reap, die einen sozialen Background haben und z.B. ehemaligen Waisenkindern eine Ausbildung im Hotelbereich ermöglichen, tauchten wir dann noch in die westliche Welt des Hardrock-Cafes ein. Hier spielen jeden Abend lokale Bands, die das ganze Repertoire der üblichen Coverbands erstaunlich professionell hoch und runter spielen.

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Die Vielfalt der Erlebnisse hier kam für uns völlig überraschend, begleitet von großer Gelassenheit und Freundlichkeit der Einheimischen. Alle touristischen Vorhaben gestalten sich absolut problemlos und dazu noch eine überragende Bandbreite und Qualität des Essens und der Getränke (französischer, chilenischer, australischer Wein? – kein Problem!) zu – aus unserer Perspektive – wirklich günstigen Preisen.

Wir besuchten noch das Peace Cafe (auch ein soziales Projekt für benachteiligte Jugendliche) und hatten zwei wunderbare Yoga-Sessions bei Prasat, einem indischen Dramaturgen, der nebenbei als Yogalehrer arbeitet. Außerdem gab es ein leckeres, vegetarisches Frühstück. Die friedvolle meditative Stimmung begleitete uns den restlichen Tag:

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Am dritten Tag mussten wir mittags aus dem Hotel auschecken und konnten uns nur schwer entscheiden, was wir nach den Highlights zuvor noch besichtigen sollten. Wir entspannten erstmal ein bisschen am Pool, gingen noch Mittagessen und fuhren (dann leider etwas zu spät) an den Tonle Sap, der größte See des Landes. Die etwa 30km kosteten uns über eine Stunde und völlig verstaubt kamen wir in Kompong Pluk, einem Fischerdorf auf Stelzen an. Dort stellten wir dann fest, dass es nur mit Bootstouren zum Sonnenuntergang möglich war, das Dorf zu besichtigen. Da wir nicht im Dunkeln zurückfahren wollten, machten wir kehrt und tuckerten vorbei am ländlichen Elend und Müll, um gerade noch den Sonnenuntergang am Bakong Tempel mit Heißluftballons zu genießen und einen netten Plausch mit einigen Kindern zu halten, die dort Obst und Getränke verkauften.

Impressionen von unterwegs, man beachte die Tankstelle, 1. Bild! Von dem Moped mit dem ca. 250 Kilo Schwein auf dem Gepäckträger haben wir leider kein Foto, es wird uns aber immer in Erinnerung bleiben…….

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Am späten Abend hieß es, Moped zurückgeben, Koffer aus dem Hotel holen und dann ließen wir uns zum Nachtbus nach Phnom Phen bringen, gebucht als “Hotelbus”. Aber davon beim nächsten Mal…….



4 Tage in Bangkok–Together again!

17 01 2017

Nachdem Thomas dann doch noch fast seinen Flug in Auckland verpasst hätte,( “this is the final call for Mr. Thomas Rieger”…..) und nach einem Sprint durch den halben Flughafen gerade noch rechtzeitig ankam, ging es über Sidney weiter nach Bangkok. Parallel flog Judith in Frankfurt los und im Abstand von wenigen Stunden trafen wir uns am riesigen Flughafen Suvarnabhumi und fuhren mit dem hoteleigenen Shuttle zum Phaphoom Boutique Hotel in der Nähe.

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  • Dort erkundeten wir im Laufe des Tages die nähere Umgebung und entdeckten in touristenfreier Zone einen ungewöhnlichen Tempel (Wat Kingkeaw), in dem die Mönche allerlei freilaufende Tiere halten und auf dessen Vorplatz ein riesiger sitzender Buddha thront.

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Nachdem wir genug von der andersartigen und so typischen thailändischen Atmosphäre aufgesogen hatten, ging es abends in ein tolles Restaurant an der Straße, die Speisekarte war riesig, der Kellner extrem interessant und das Essen super lecker. Hinter den Kühlschränken befand sich schon die benachbarte Autowerkstatt…….Dort aßen wir dann öfters!

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Nachmittags noch ein Ausflug ins Mega Bagna, dem wohl größten und edelsten Shopping Center der Stadt. Es wurde Children’s Day gefeiert und die kleinen bekamen ein Extra Programm und die wohlhabenderen Eltern  der Gegend gönnten ihren Kindern Geschenke und besondere Aktionen.

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In der Kneipe hatten wir ein thailändisch/holländisches Paar kennengelernt (Songjay und Ben), die uns am nächsten Tag abholten, um uns ihr Haus mit Garten zu zeigen (die Bananen müssen weg, zu groß!) und uns ein paar Tipps zu geben, was in der Nähe anschauenswert wäre. So brachten sie uns dann nach Ancient City (Mueang Boran), wo auf einem riesigen Gelände Replikate von ziemlich vielen berühmten thailändischen Tempelanlagen zu sehen waren, manchmal im Größenverhältnis 1:2. Ein leidenschaftlicher Architekt hatte das Projekt in den 60er und 70er Jahren gestartet und Unglaubliches geschaffen (inklusive einem 54m hohen künstlichen Berg, auf dem er einen kambodschanischen Tempel errichtete). Das ganze ist jetzt wie ein Hessenpark und kann ausgestattet mit Fahrrädern und Audioguide erkundet werden. Ein toller Ausflug mit schönen Einblicken in die vielfältige thailändische Kultur. Zum Mittagessen setzten wir uns an einen See, der einem schwimmenden Markt nachempfunden war und genossen unsere Tom Yum Suppe und ein kühles Bierchen. Am Ende begegnete uns noch eine riesige Eidechse, was will man mehr?

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Abends holten uns die beiden nochmal ab, um uns ihr Lieblingsrestaurant zu zeigen. Da konnten wir nur staunen, welch Vielfältigkeit die thailändische Küche birgt. In unseren Restaurants zu Hause bekommt man immer nur einen kleinen Ausschnitt davon.

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Dermaßen gestärkt waren wir gut gewappnet für den anstrengenden Ausflug durch die Innenstadt von Bangkok am nächsten Tag. Da wir ca.25km außerhalb wohnten, war die Anfahrt schon ein großer Aufwand: Taxi bis U-Bahn (ca.15km, Stau) dann in den Skyrail (U-Bahn in der Luft, 11 Stationen), dann wieder Taxi in die Khao San Road, wo unser Thailandtrip vor 16 Jahren begonnen hatte und z.B. Kaya ihre ersten Rastalocken gehäkelt bekam. Dann liefen wir vorbei an den immer noch um den König trauernden Massen, die sich am Palast sammeln um ihm die letzte Ehre zu erweisen (zehntausende schwarzgekleidete Menschen ziehen sich in Schlangen durch das ganze Gebiet). Um schließlich am Wat Pho mit seinem berühmten liegenden Buddha anzukommen und uns dort nochmal ausführlich die Tempelanlagen mit den außergewöhnlich prunkvollen Verzierungen und Statuen anzuschauen.

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Eigentlich wollten wir anschließend eine gemütliche Flussfahrt machen, aber so, wie wir das in Erinnerung hatten, ging es nicht mehr (man hätte ein Boot für viel Geld chartern müssen) und so schipperten wir im öffentlichen Fährboot den Fluss hoch und runter, leider ohne Sitzplatz, was die Sache etwas anstrengend machte. Trotzdem konnten wir so die Flussatmosphäre und die Lebendigkeit der Stadt in der Abenddämmerung direkt erleben.

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Zur Entspannung gönnten wir uns vor der Heimfahrt und dem Essen in unserem “Stammlokal” noch etwas ganz Besonderes: Ein Sundowner auf der Dachterasse (61. Stock) des Banyan Hotels, genannt Moon Bar und Vertigo Restaurant. Nachdem Thomas von freundlichem Personal in eine lange Hose und geschlossene Schuhe (Service des Hauses) gesteckt worden war, konnten wir, dem Himmel nahe, unsere sündhaft teuren Bierchen genießen. Von dort hatte man einen fantastischen Überblick über die ganze Stadt und die untergehende Sonne in den Wolken über der Stadt verzauberte uns.

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Und dann kam schon die letzte Nacht. Wir hatten alles geplant und vorbereitet, so konnten wir gemütlich um neun Uhr morgens den Shuttle zum Flughafen nehmen, dort noch frühstücken und dann den Flieger nach Siem Reap in Kambodscha zu besteigen, wo unsere Reise weiter gehen wird. Aber davon demnächst.